Pharmazie

Allgemeines

Das Pharmaziestudium ist ein spannendes und abwechslungsreiches Studium, was euch auf die Arbeit in der Apotheke, Krankenhausapotheke oder Industrie vorbereitet. Es ist in die 3 Teile Grundstudium, Hauptstudium und Praktisches Jahr unterteilt. Das Grundstudium umfasst die ersten 2 Studienjahre und bringt das Beste aus den naturwissenschaftlichen Grundlagen. Vor dem Beginn des Hauptstudiums werden die Kenntnisse aus dem Grundstudium im 1.Staatsexamen abgefragt. Das Hauptstudium ist 2 Jahre lang und beschäftigt sich thematisch mit den 5 Hauptfächern der Pharmazie. Ihr beendet dies mit dem 2.Staatsexamen und dem Abschluss Pharmazeutin. Danach folgt das Praktische Jahr, bestehend aus 6 Monaten in einer öffentlichen Apotheke und weiteren 6 Monaten in einer weiteren pharmazeutischen Einrichtung, wie Krankenhaus, Apotheke oder Industrie. Im Anschluss an das Praktische Jahr folgt das 3.Staatsexamen und bei erfolgreichem Abschluss die Approbation zum/r Apotheker*in.
An der Universität Leipzig ist der Studiengang Pharmazie modularisiert, bestehend aus Vorlesungen, Seminaren und Praktika und einer jeweiligen Abschlussprüfung am Ende des Semesters. Durch die geringe Anzahl an Studierenden sind genügend Räumlichkeiten für die Praktika gegeben und die Kommunikation mit den Dozierenden ist problemlos möglich.

Weitere Informationen findet ihr hier:

Herr Prof. Bertsche stellt den Studiengang vor:

FAQ Pharmazie

Der NC (Numerus Clausus) ist die “schlechteste” Abiturnote, die im ersten Zulassungsverfahren im Zulassungstopf “Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung” im jeweiligen Jahr zugelassen wurde. Wenn sich also beispielsweise nur Menschen mit einer 3,0 (und schlechter) im Abi bewerben würden, läge Der NC bei 3,0. Dementsprechend lässt sich keine pauschale Aussage dazu machen, da die Beschränkung des Studienganges in jedem Jahr abhängig von der Anzahl und Qualität der Bewerber*innen ist. 


Weiterhin ist zu beachten, dass der Zulassungstopf ”Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung” nur 60% aller Zulassungen vergibt. Bewerber*innen, die über einen anderen Zulassungstopf oder über das Nachrückverfahren zugelassen werden, werden nicht in den NC aufgenommen. Der NC für das Wintersemester 2019/2020 war 1,4 und ist für alle vergangenen Jahre und Standorte auf hochschulstart.de einsehbar.

Die Bewerbung läuft bundesweit über hochschulstart.de. Es empfiehlt sich, diese Seite nicht erst am Tag des Bewerbungsschlusses aufzusuchen, sondern sich bereits im Vorfeld mit den jeweiligen Anforderungen der einzelnen Studienstandorte und den generellen Regularien der Bewerbung auseinander zu setzen.

Die Zulassungstöpfe sind für das Wintersemester 2020/2021 in Leipzig neu verteilt. Über das Ergebnis der Hochschulzugangsberechtigung werden 60% der Studienplätze verteilt. Über das Ergebnis des Tests für Medizinische Studiengänge (TMS) werden 30% der Studienplätze verteilt. Die restlichen 10% der Studienplätze werden über anerkannte Berufsausbildungen vergeben.

Bitte beachte, dass die Verteilung/Anrechnung verschiedener Punkte an anderen Unis anders aussehen kann!

Nein! Natürlich gibt es zwischen den beiden Heilberufen durchaus Schnittstellen – auch im Studium, aber letztendlich sind es doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Pharmazie ist eine Schnittstelle aller Naturwissenschaften und mit Ende der Ausbildung/des Studiums verfügst du über tiefgreifende Kenntnisse über die Arzneistoffe und ihre Wirkung im Körper. Außerdem weißt du wie ein Arzneistoff überhaupt in den Körper gelangen kann und ob es sinnvoll ist, ihn als Tablette, Kapsel oder vielleicht Spritze zu verabreichen bzw. was das für Unterschiede machen kann.
Die Schnittstellen zur Medizin sollten natürlich trotzdem nicht vernachlässigt werden und können dank der Ansiedlung des Instituts an der Medizinischen Fakultät (das ist deutschlandweit einzigartig!) zukünftig auch zur interdisziplinären Ausbildung führen!

Nein! Im ersten Semester wird in einem Modul auch Latein gelehrt, allerdings wirklich nur “Basics”, die auch ohne große (fremd)sprachliche Begabung leicht zu bewältigen und für das Studium auch vollkommen ausreichend sind.

Der Lernaufwand ist individuell unterschiedlich. Man kann aber sagen, dass der allgemeine Arbeitsaufwand im Vergleich zu anderen Studiengängen mit im oberen Viertel ist und teilweise auch viel auswendig Lernen dabei ist.
Gleiches gilt für den Stress: alle Menschen gehen unterschiedlich mit den Anforderungen des Studiums um und natürlich sind einige Semester auch anstrengender als andere – aber mit guten Freunden (=Kommiliton*innen) ist alles gemeinsam zu bewältigen!

Die Universität Leipzig verlangt keine allgemeine Laborgebühr. Die Grundausstattung für das Arbeiten im Labor könnt ihr über die Fachschaft erwerben. Wir versuchen die Kosten über Kooperationen mit Sponsoren so niedrig wie möglich zu halten. Nach jedem Semester ersetzt das gesamte Semester gemeinsam den verursachten Glasschaden.

Wenn ihr euer Studium nach dem 3. Staatsexamen erfolgreich beendet habt, stehen euch zahlreiche berufliche Perspektiven offen. Ihr könnt als Apotheker*innen arbeiten oder auch eine eigene Apotheke leiten, aber auch im Krankenhaus oder in Untersuchungsämtern sowie in der Verwaltung von Kliniken einen Job finden. Weitere Karriereoptionen ergeben sich zudem bei  der Forensik. Wenn ihr gerne pharmazeutisch forscht und neue Arzneimittel entwickeln möchtet, ist die Arbeit an einer universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung oder bei einem Pharmaunternehmen das Richtige.

Gut zu wissen: auch das 2. Staatsexamen zählt als berufsqualifizierender Abschluss, d.h. ihr müsst nicht zwingend das PJ & 3. Staatsexamen absolvieren. Allerdings bist du danach “nur” Pharmazeut*In und keine Apotheker*In und hast deshalb auch eingeschränkte Arbeitsperspektiven:  du findest vor allem Jobs in der Industrie, kannst aber bspw. keine eigene Apotheke leiten. Nur wenige beenden deshalb die Ausbildung nach dem 2. Examen!

Mal davon abgesehen, dass Leipzig eine schöne, vielfältige und junge Stadt ist, hat auch unser Studiengang an diesem Standort seine Vorzüge. So haben wir verhältnismäßig kleine Matrikel (ca. 50 Studierende pro Semester), wodurch z.B. persönliche Absprachen mit Dozierenden einfacher werden und man gemeinsam an der Lösung von Problemen arbeitet.
Man kommt sich alles in allem eher wie eine etwas größere Klasse vor, wodurch wir einen guten Kontakt mit den Semestern über und unter uns haben. Daraus ist auch ein Patensystem entstanden: Als Ersti bekommt ihr eine/n Paten/in aus dem dritten Semester zugewiesen, der/die euch über euer Studium begleitet, euch jederzeit Rede und Antwort steht wenn ihr Fragen habt und sehr viele nützliche Hilfestellungen geben kann, da er/sie ein Jahr zuvor den gleichen Stoff lernen musste. Die enge und sehr persönliche Zusammenarbeit mit den (sehr engagierten) Dozierenden und Kommiliton/innen kann einem das Studium somit deutlich erleichtern und den Stress reduzieren!

Bei uns in Leipzig gibt es außerdem die Möglichkeit, im Rahmen seines Praktischen Jahres eine Diplomarbeit zu schreiben. Dies ist nur an wenigen Universitäten in Deutschland möglich und bietet die Chance, in die pharmazeutische Forschung und das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit hineinzuschnuppern, was in unserem Studium ansonsten sehr kurz kommt.

Ein weiterer Pluspunkt für Leipzig ist der besonders coole Fachschaftsrat, der immer für euch als Studierende da ist, sich für euch einsetzt und um euch kümmert und viele Veranstaltungen organisiert. Auch der Sächsische Apothekerverband ist sehr um uns bemüht, sponsert und organisiert viel für uns.

Außerdem gibt es in Leipzig viele schöne Angebote zu eurer Freizeitgestaltung. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. So könnt ihr euch beispielsweise im Hochschulsport auspowern, auf Partys bis zum Morgengrauen feiern oder mit dem Teddybärenkrankenhaus und zugehöriger Apotheke Kinderaugen zum Strahlen bringen.

kleine Eindrücke aus dem Studium: