B.Sc. Biochemie

Allgemeines zum Bachelorstudium

Zum Abschluss des Studienganges werden 180 Leistungspunkte (1 LP entspricht 30 Zeitstunden im Präsenz- und Selbststudium) benötigt, die durch den erfolgreichen Abschluss von Modulen erreicht werden. Module sind zeitlich in der Regel auf 1 Semester begrenzt. Sie umfassen Vorlesungen mit zugehörigen Seminaren und Praktika und werden durch eine bestandene Prüfung abgeschlossen. Der Studiengang ist stark praktikumsorientiert, zu nahezu jedem Modul werdet ihr einen praktischen Anteil im Labor haben. Die Praktika sind in der Regel gut betreut und es sind immer ausreichend Plätze vorhanden. Der sehr strukturierte Aufbau des Studiengangs ermöglicht ein geradliniges und zielorientiertes Studium. Allerdings bringt es die starre Studienorganisation mit sich, dass eine sich eine freiere Planung des Studienverlaufs im Bachelor etwas schwieriger gestaltet.

Weitere Infos zum Studium findet ihr hier: 

Frau Prof. Coin stellt den Studiengang vor:

Um die Präsentation anzuschauen, klickt bitte auf den Play-Button.

Das Passwort zum Video lautet: Bio-Chemie2020

FAQ B.Sc. Biochemie

Der NC (Numerus clausus) des WS 2019/2020 lag bei 1,3. Wie der NC für das nächste Jahr wird, lässt sich im Voraus allerdings nicht sagen, da es sich bei diesem lediglich um die Abiturdurchschnittsnote handelt, mit welcher im jeweiligen Jahr Bewerber*innen als Letztes zugelassen wurde. Daher ist der NC stark davon abhängig, wie viele Bewerber*innen es in jedem Jahr für einen Studiengang gibt. Für weitere Auskunft über Zulassungsbeschränkungen in Biochemie empfehlen wir die Seite der Studienangebote der Uni-Leipzig. 

An anderen Universitäten in Deutschland ist die Biochemie mit der Fakultät für Chemie assoziiert, hier in Leipzig ist sie Teil der Fakultät für Lebenswissenschaften. Die Grundlagen in verschiedenen Aspekten der Biologie und Chemie sind hier ausgeglichen verteilt, sodass man einen umfassenden Überblick in beiden Disziplinen erhält. Mit der Zeit rückt auch immer mehr die Biochemie in den Vordergrund. Aber ja, Grundlagen in der allgemeinen Biologie und der Chemie sind nötig und werden auch in den ersten Semestern des Bachelors gelehrt. Einen Leistungskurs in den Fächern muss man jedoch nicht belegt haben, da die wichtigen Grundlagen nochmals wiederholt und alle auf denselben Stand gebracht werden.

Da die Biochemie ein eher interdisziplinäres Fach ist, kann man auch nach dem Studium der Biochemie mehrere verschiedene Richtungen einschlagen. Viele AbsolventInnen gehen in die Forschung z. B. an der Universität oder in Forschungsinstituten (Helmholtz, Frauenhofer etc.). Dort arbeitet man vor allem im Labor und arbeitet an Publikationen von Forschungsergebnissen. Eine weitere Möglichkeit ist die Wirtschaft, wobei man z. B. in der Umwelttechnik, medizinisch-pharmazeutischen Industrie oder Biotechnologie tätig werden kann. Weitere Möglichkeiten sind die Arbeit als Patentanwalt/Patentanwältin oder WissenschaftsjournalistIn.

Im Bachelor lernt ihr hauptsächlich die Grundlagen der Biochemie, das heißt Anorganische und Organische Chemie, Grundlagen der Zoologie und Tierphysiologie, Botanik und Pflanzenphysiologie, sowie natürlich Biochemie und z.B. Mikrobiologie. Im Master werden diese Grundlagen dann vertieft, hier könnt ihr euch dann auch für gewisse Schwerpunkte entscheiden, die euch besonders interessieren. Leipzig bietet hier einen biomedizinischen Schwerpunkt, einen bioanalytischen Schwerpunkt und einen umweltbiologischen Schwerpunkt. 

Biochemie ist ein sehr praktischer Studiengang, das heißt, ihr verbringt recht viel Zeit im Labor. Fast jedes Modul beinhaltet auch ein Praktikum. Hierbei wendet ihr die wichtigsten Methoden und Techniken in der Biochemie selber an.

Während des Studiums wird eure Laborausrüstung von der Universität gestellt, das heißt, ihr müsst euch nicht selbst mit Reagenzgläsern, Kolben, Pipetten, etc. ausstatten. Ihr braucht lediglich euren eigenen Kittel, eure eigene Schutzbrille und eventuell Dinge wie Objektträger und Deckgläschen. Mit diesen Dingen können wir euch als Fachschaftsrat ausstatten. Laborausrüstung, die ihr im Laufe eines Praktikums kaputt macht, müsst ihr in der Regel allerdings bezahlen. 

Wie viel Lernzeit man in sein Studium investiert, ist individuell natürlich unterschiedlich. Allerdings gehört Biochemie schon eher zu den lernintensiveren Fächern. Wenn man in der Oberstufe allerdings Chemie und/oder Biologie gehabt hat, sollte einem vieles aus diesen Modulen bereits bekannt vorkommen…

Die Medizin beschäftigt sich vor allem mit dem Menschen und seinen Krankheiten im Großen und Ganzen, die Biochemie untersucht unter anderem die molekularen Ursachen dahinter. Wer also an den molekularen Hintergründen biologischer Prozesse und Pathologien interessiert ist, ist bei der Biochemie genau richtig. 

Im Master ist der Schwerpunkt C ein biomedizinischer Schwerpunkt, dieser hat allerdings mit Medizin, wie man es im Medizinstudium lernen würde, nicht sonderlich viel zu tun.

Mathe hat man nur im ersten Semester, da muss man dann durch, danach braucht man es allerdings nicht mehr wirklich für das Studium. Später muss man seine erhobenen Daten in vielen Fällen statistisch auswerten können, das wird einem aber meist im Praktikum erklärt und beigebracht. 

Es gibt ein Englisch-Modul, dass man im zweiten/ sechsten Semester wählen kann, das muss man allerdings nicht belegen. Es kann im Bachelor mal vorkommen, dass man Texte auf Englisch lesen muss/ evtl. Protokolle auf Englisch schreiben muss, das ist allerdings die Ausnahme, die Vorlesungen sind alle auf Deutsch. Im Master werden dann einige Module auf Englisch gehalten, da die allgemeine Wissenschaftssprache eben Englisch ist. 

Die Bewerbungen laufen über das Portal AlmaWeb  und sind wahrscheinlich ab Anfang Juni möglich. Hierbei werden nicht nur eure Abschlussnote, sondern auch Einzelergebnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathe gewertet. 

kleine Eindrücke aus dem Studium